Ibogaine
Effektprofil
Beschreibt die akute Wirkung. Dieses Profil beeinflusst den OpenMind Score nicht.
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Ibogain ist ein natürlich vorkommendes Indol-Alkaloid aus der westafrikanischen Iboga-Wurzel (Tabernanthe iboga), das in traditionellen Bwiti-Zeremonien rituell genutzt wird. Es wirkt über mehrere Systeme – u.a. NMDA-, κ-Opioid-, σ- und Serotonin-Rezeptoren sowie Monoamin-Transporter – und löst in höheren Dosen lange, intensive visionäre und introspektive Zustände aus. Klinisch wird Ibogain vor allem wegen seines Potenzials zur Linderung von Opioid-Entzug und zur Unterbrechung von Suchtmustern erforscht. Aufgrund kardiotoxischer Effekte (QT-Verlängerung) und mehrerer dokumentierter Todesfälle gilt es als hochrisikobehaftet und wird in vielen Ländern reguliert oder verboten.
Dosierung
Oral
| Schwelle | Leicht | Standard | Stark | Schwer |
|---|---|---|---|---|
| 25-50 mg | 50-200 mg | 200-500 mg | 500-1000 mg | 1000-1500 mg |
Wirkdauer
Oral
Safer Use
- Vor jeder Einnahme ein aktuelles EKG und eine kardiologische Abklärung durchführen lassen; Ibogain kann das QT-Intervall verlängern und tödliche Herzrhythmusstörungen auslösen.
- Leber- und Nierenwerte sowie den Elektrolytstatus (Kalium, Magnesium) vor der Sitzung kontrollieren und Ungleichgewichte vorher ausgleichen.
- Nur in Begleitung erfahrener Sitter und mit medizinischem Notfall-Equipment (Defibrillator, Sauerstoff, Notrufnummer) einnehmen, niemals alleine.
- Vor der Einnahme mindestens 12-24 Stunden nüchtern bleiben, um Erbrechen und Aspirationsrisiko zu reduzieren, und für 24-36 Stunden Bettruhe einplanen.
- Set & Setting sorgfältig vorbereiten: ruhiger, abgedunkelter Raum, vertraute Begleitperson, klare Intention, keine Reizüberflutung.
- NOTE: Ibogain wirkt kardiotoxisch (QT-Verlängerung, Bradykardie); Konsum bei bestehenden Herzerkrankungen, Long-QT-Syndrom oder Elektrolytstörungen ist potenziell tödlich.
- NOTE: Niemals mit anderen Substanzen kombinieren, die das QT-Intervall verlängern (z.B. Methadon, viele Antidepressiva, bestimmte Antibiotika und Antimykotika).
- NOTE: Kombination mit Opioiden, Stimulanzien, MAO-Hemmern, Lithium oder Tramadol kann zu lebensbedrohlichen Wechselwirkungen führen.
- NOTE: Mehrere Todesfälle wurden im Zusammenhang mit Ibogain dokumentiert, oft im Rahmen von Opioid-Entzugsbehandlungen ohne ausreichendes medizinisches Monitoring.
- NOTE: Bei Herzrasen, Brustschmerzen, starkem Schwindel, Atemnot oder Bewusstseinsverlust sofort den Notruf (112) wählen.
- NOTE: Aufgrund der sehr langen Halbwertszeit (bis zu mehrere Tage über den Metaboliten Noribogain) bestehen Nachwirkungen und Risiken über die akute Phase hinaus.
Rechtsstatus
Diese Informationen dienen ausschließlich zu Bildungszwecken und stellen KEINE Rechtsberatung dar. Gesetze ändern sich häufig und können je nach Region, Bundesland oder Gemeinde variieren. Überprüfen Sie immer den aktuellen Rechtsstatus in Ihrer Gerichtsbarkeit, bevor Sie Entscheidungen treffen. Open Mind übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität dieser Daten.
Länderdetails 7 Länder anzeigen
US Vereinigte Staaten Illegal
In den USA ist Ibogain als Schedule-I-Substanz eingestuft; Besitz, Handel und Verwendung außerhalb sehr eng begrenzter Forschungsausnahmen sind verboten.
FR Frankreich Illegal
In Frankreich ist Ibogain seit 2007 als Betäubungsmittel klassifiziert; Besitz, Herstellung und Vertrieb sind strafbar.
CH Schweiz Illegal
In der Schweiz ist Ibogain im Betäubungsmittelgesetz als kontrollierte Substanz aufgeführt; Besitz, Handel und Konsum sind grundsätzlich verboten.
BR Brasilien Nur medizinisch
In Brasilien wird Ibogain seit 2016 unter ärztlicher Aufsicht zur Behandlung von Suchterkrankungen eingesetzt.
NL Niederlande Legal
In den Niederlanden ist Ibogain weder im Opiumwet noch als Arzneimittel kontrolliert und wird in privaten Retreats angeboten; eine medizinische Zulassung besteht nicht.
AT Österreich Keine Daten
In Österreich ist Ibogain nicht ausdrücklich im Suchtmittelgesetz gelistet, fällt aber je nach Zubereitung unter das Arzneimittelgesetz; die Lage ist rechtlich unklar.
DE Deutschland Keine Daten
Ibogain selbst ist in Deutschland nicht im BtMG aufgeführt; Pflanzenmaterial der Iboga-Wurzel sowie Zubereitungen können jedoch über das NpSG bzw. Arzneimittelgesetz erfasst werden. Eine therapeutische Anwendung ist nicht zugelassen.
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